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Die EYOC 2018 in Veliko Tarnovo wurde heute, am 29. Juni 2018 mit der Sprint-Entscheidung eröffnet. In vier Kategorien ging es in der bulgarischen Kleinstadt um Gold, Silber und Bronze, um Diplom- und TopTen-Plätze, um persönliche Ziele und erhoffte Bestleistungen. Für das Naturfreunde Wien-Quartett Sofia Calvet und Maya Kastner [W-16] sowie Ylvi Kastner [W-18] und Jakob Wolfram [H-18] brachte der erste Wettkampf der Jugend-europameisterschaft 2018 ganz unterschiedliche Ergebnisse und ebenso unterschiedliche Resümees. Im Mittelpunkt stand dabei die Suche nach 3 verlorenen Sekunden.

Am Freitag, den 29. Juni 2018  beginnt in Veliko Tarnovo die EYOC 2018. Mehr als 400 Athletinnen und Athleten aus 35 Nationen (inkl. den "Gästen" aus Australien, Neuseeland und den USA) sind nach Bulgarien zur Jugend-Europameisterschaft 2018 angereist. Darunter auch Sofia Calvet, Maya & Ylvi Kastner sowie Jakob Wolfram vom Naturfreunde Wien-Orienteering Team. Alle drei sind mit der von Werner Pietsch betreuten österreichischen Mannschaft am Mittwoch zu Mittag in Sofia gelandet sind. 

Einen Tag nach dem Langdistanz-Spektakel gibt es am Sonntag, dem 10. Juni ein Wiedersehen mit dem Weinsberger Wald. Die Karte ist die gleiche wie am Samstag, die Bahnen der österreichischen Mannschafts-Meisterschaften bieten wieder neue Herausforderungen und führen einige von uns nahe heran an den Edlesberger Teich und den Stifterteich.

Teiche wie diese wurden angelegt, um genug Wasser für die Holztrift durch die Ysperklamm zu haben. Für uns geht es in 3er-Teams darum, genug Luft und einen guten Plan zu haben, um Postennetze und Linien-OL möglichst ökonomisch und schnell zu absolvieren.

Das Waldviertel ist immer eine Reise wert. Für Ruhesuchende, für Naturliebhaber, für Romantiker, für Freunde der Einsamkeit, für Orientierungsläuferinnen und Orientierungsläufer. Davon konnten wir uns am 9. und 10. Juni wieder überzeugen. Das 3. Austria Cup-Wochenende der Saison 2018 führte uns nach Gutenbrunn, führte uns zur wahrscheinlich schönsten Biathlon-Anlage Österreichs, führte uns tief hinein in den Weinsberger Wald, führte uns am Samstag bei der österreichischen Meisterschaft über die Langdistanz in 4 Kategorien an die Spitze und führte auch am Sonntag bei einer weiteren rot-weiß-roten Meisterschaft in Mannschaftsstärke zu weiteren 4 Goldmedaillen.  

Freitag, 25. Mai 2018. Im Fernsehen läuft der James Bond-Kracher „Spectre“. Bond-Darsteller Daniel Craig werkt in einem Flugzeug-Cockpit herum und verfolgt im Tiefflug elegant, aber dunkel gekleidete böse Buben, die mit ihren teuren Geländewagen durch eine verschneite Waldschneise jagen. Sekunden später werden mehrere Hütten und eine Scheune unter Einsatz von spektakulärer und teurer Pyrotechnik in ihre hölzernen Einzelteile zerlegt.

Sonntag, 27. Mai 2018. Noch etwas hölzern (aufgrund der frühen Morgenstund‘ ?) bewegen wir uns auf dem Weg zum Start des heutigen Mitteldistanz-Rennens genau durch diese Schneise.

Kartitscher Sattel. Oder Gailbergsattel. Oder Plöckenpass. (Fast) Egal aus welcher Richtung man kommt, es sind Pass-Straßen zu überwinden, um Obertilliach zu erreichen. Die Gefahr einer Serpentinen-Vergiftung bei der kurvigen Anreise ist durchaus gegeben. Hier, im hintersten Lesachtal, auf 1450m Höhe, findet am 26. und 27. Mai 2018 das Austria Cup-Wochenende #2 statt. Kleine Siedlungen und Dörfer krallen sich an steile Hänge, Häuser und Höfe drängen sich um alte Kirchen. Wir laufen quasi im Herrgottswinkel Österreichs. Hier, wo unser Land wunderschön, aber auch zu Ende ist. Hier, wo raue Sommer, sowie kalte Winter den Alltag beherrschen steht für uns zunächst ein Sprint auf dem Programm.

Bei den Europameisterschaften im Fuß-Orientierungslauf (EOC 2018) in der Schweiz belegte Anja Arbter im Mitteldistanz-Finale den hervorragenden 11.Platz und landete somit mitten in der Weltspitze. Auch die anderen Österreicherinnen und Österreicher konnten in den ersten Bewerben (Sprint, Mitteldistanz, Mixed-Sprint-Staffel) gute Platzierungen erzielen.

Ein kurzer Zwischenbericht von Florian Kurz.

Der Bericht über den MTBO-Saisonauftakt in Ungarn am 14. und 15. April endete mit folgenden Worten: [Zitat Anfang]..der Austria Cup wird schon am 28. und 29. April 2018 in der (und um die) Kaserne Wals-Siezenheim fortgesetzt. Mit drei Rennen in zwei Tagen. Für zwei Sprints und eine Mitteldistanz nach Salzburg zu fahren, das zahlt sich aus..[Zitat Ende]. Mit der Weisheit und den Erkenntnissen, die ich als Autor dieser Zeilen am angesprochenen Austria Cup-Wochenende #2 zu einem großen (gatschigen) Hügel angehäuft habe, würde ich dieses Zitat so nicht mehr unterschreiben. Von wegen „zahlt sich aus“.  Für mich nicht.