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14. September 2022

 

Können wir am Sonntag beim Austria Cup über die Mitteldistanz im Maxloner Wald ebenso jubeln wie am Samstag? Können wir erneut trocken bleiben? Können wir einen Dreifachsieg noch toppen? Können wir in Altenberg im Weingut Fröhlich wieder exzellente belegte Brote kaufen? Können die Siegerehrungen an diesem 11. September 2022 länger dauern als der Wettkampf? Können wir alle Fragen mit „ja“ beantworten? Das können wir.

An diesem außergewöhnlichen Sonntag gibt es 29 Podestplätze für unseren Verein. Tagessiege feiern Cleo [D-12], Sona [D-14], Manuela [D55-], Ferri [H55-], Roland [H60-], Tim [H Hobby] und Tetiana [Neulinge].  

Die 75 Mädchen & Buben, Damen & Herren des Naturfreunde Wien – Orienteering Teams dürfen sich am Sonntag mit dem Nordteil des am Samstag erforschten Laufgebietes noch einmal genauer auseinandersetzen. Viele Bahnen sind halb so lang wie am Samstag, dafür sind doppelt so viele Posten anzulaufen. Wieder geht es rauf und runter. Und wieder kann die Annäherung zu manchem Posten wehtun. Und Spuren hinterlassen.

Einerseits sind diese Spuren kleine und rote „Punkte“. Andrerseits können sie aber auch zu langen, dünnen roten „Strichen“ werden. Sie sind dutzende, meinerseits vielleicht sogar hunderte. „Beinerseits“ können sie überall sein. Auf den Ober- und Unterschenkeln, auf den Knien. Sie sind wie ein Feedback-Tattoo.

Feedback-Geber ist in diesem Fall der weit verbreitete Brombeerstrauch mit seinen stacheligen Zweigen. Die Dornen können dabei wie ein Navigationsgerät sein. Die Botschaft lautet „Wenn möglich, bitte wenden. Auf dieser Route gibt es starke Behinderungen“. Wer (auf) diese Stimmen in seinem Kopf nicht hört, verliert viel Zeit und wenig Blut. Ein paar Tage nach ihrem ungebetenen Erscheinen sind alle Spuren wieder verschwunden.

Geblieben ist die Freude und der Stolz über außergewöhnliche Leistungen. Und davon gibt es einige. Wie den Vierfachsieg durch Manuela, Birgit, Vera und Katja [D55-], den Dreifachsieg durch Cleo, Anna und Matilda [D-12], den Dreifachsieg unserer Ukrainerinnen Tetiana, Karolina und Olena [Neulinge], sowie den Doppelsieg von Sona und Mika [D-14].

Ebenfalls auf‘s Podest laufen die Zweitplatzierten Lauri [H-14], Katharina [D15-18], Lina [D-20Elite], Marina [D40-], Babsi [D45-], Claudia [D50-], Wolfi W. [H50-] und Ernst [H80-] sowie die Drittplatzierten Livia [D-18 Elite], Anton [H-18 Elite], Maya [D-20 Elite], Jannis [H21- Elite], Peter [H55-], Hans [H75-] und Natalia [D Hobby].    

Länger als die Action im Wald dauert die Medaillen-Übergabe vor der Buschenschank Fröhlich. Denn nach dem Mitteldistanz-Wettkampf gibt es noch den Siegerehrungsmarathon. Die Fröhlichkeit kann man durchaus verlieren. Man braucht schon grundsätzlich viel gute Laune und Geduld, um eine heimische Ehrung von Siegerinnen und Siegern nach einem Mitteldistanz-Austria Cup durchzustehen. So viele Klassen, so viele Menschen auf dem Podest. Die Begriffe „Siegerehrung“ und „Ruck-Zuck“ sind in Österreichs OL-Szene ein offen gelebter Widerspruch. Noch viel mehr Geduld und Steh- oder Sitzvermögen ist aufzubringen, wenn diese Ehrung bereits die erste Zugabe nach dem Abfeiern der Siegerinnen und Sieger der Langdistanz-Entscheidung vom Samstag ist. Auch so viele Klassen, noch mehr Menschen auf dem Podest. Übertroffen kann das alles nur durch eine dritte Ehrung werden.  So geschehen an diesem Sonntag vor dem Weingut Fröhlich. Denn der Mitteldistanz-Bewerb zählte nicht nur zum Austria Cup, sondern war auch ASKÖ-Bundesmeisterschaft. Es wurde zum dritten Mal geehrt und anschließend über einen möglicherweise erfolgreichen Siegerehrungs-Weltrekordversuch spekuliert. So viele Klassen, so viele Menschen auf dem Podest. Gott sei Dank sind viele von den Vielen Läuferinnen und Läufer unseres Vereines. Auch an diesem Sonntag.

Ergebnisse

Zwischenzeiten (nach Bahnen)

WinSplits

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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