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21. März 2022

No Time to Die“ ist der 25. Film aus der James Bond-Reihe und ein optischer Leckerbissen. „The Funeral“ ist ein Hit der US-Musiker „Band of Horses” und Nahrung für die Ohren. „Keine Zeit zu sterben“ und „Das Begräbnis“ haben einiges mit dem Elite-Trainingslager rund um die MOC Championships im Süden Italiens zu tun. Anika, Jasmina, Tina, Ylvi sowie Jannis & Nico liefen & staunten von 13.-20. März 2022 in Apulien.

Unsere jungen Topläuferinnen und Topläufer verbringen eine intensive und elitäre Sprint-Trainingswoche rund um die Mediterranean Open Championships 2022. Die Betonung liegt auf elitär. Denn mit Kasper Fosser & Andrine Benjaminsen [NOR], Simona Aebersold & Martin Hubmann [SUI], Yannick Michiels [BEL], Riccardo Scalet [ITA], Tereza Janosikova [CZE] oder Venla Harju [FIN] und anderen kreuchen und fleuchen viele OL-Stars und Medaillengewinner durch die Dörfer und Städte Apuliens.

Es sind intensive Tage am Absatz und der Sohle des italienischen Stiefels. Es gibt etwa freie Trainingsmöglichkeiten in Ginosa und Tursi, es gibt Rennsimulationen in den eindrucksvollen historischen Zentren von Rotondella, Montescaglioso und Castellaneta. Es gibt Einzel-Sprints, Mixed-Sprint-Staffeln und K.o.-Sprints. Gerne lässt man sich bei angenehmen Lauf-Temperaturen von der Flutwelle der Eindrücke mitreißen. O-technisch und touristisch wird hier viel geboten.

Und es geht noch besser. Denn es geht nach Matera. Die Höhlenstadt mit vielen, tausende Jahre alten, Wohnungen in Grotten gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Anfangs waren es die natürlichen Höhlen, die die Menschen als Unterkunft nutzten. Da sich der Stein gut bearbeiten ließ, wurden die Unterkünfte bald ausgebaut und man grub ganze Wohnungen in den Berg, die ständig durch Anbauten erweitert wurden. Außen sehen viele Häuser ganz normal aus, aber hinter den Fassaden befinden sich Höhlen. Es entstand eine weit verzweigte Höhlenstadt in den Felsen. Neben- und übereinander.

Oder anders gesagt: Geht oder läuft man durch die Gassen von Matera, führt der Weg praktisch immer über das Dach einer anderen Wohnung. Vielleicht war ja auch James Bond-Darsteller Daniel Craig bei Aufnahmen zu „No Time to Die“ ebenso beeindruckt wie Anika, Jasmina, Tina, Ylvi sowie Jannis & Nico bei ihren Hetzjagden durch Matera. Daniel auf dem schnellen Motorrad, der Rest auf schnellen Beinen.

 

Foto: schnelle Beine, helle Köpfe

Zu Apulien gehören auch die Trulli. Die runden, aus Kalkstein gebauten Häuser, ragen wie Inseln aus großen Olivenhainen, thronen auf weitläufigen Feldern oder bilden dicht aneinandergedrängt historische Ortszentren. In Alberobello gibt es knapp über 1.000 davon. Die ältesten stammen aus dem 14. Jahrhundert. Zum Wohnen besteht ein Trulli aus mehreren Räumen, wovon jeder einzelne mit einem runden Dach versehen ist. Ein ausgeklügeltes System zur Gewinnung von Kondenswasser sorgt auch im heißen süditalienischen Sommer für frisches Wasser.

In dieser Kulisse wird am Ende der Trainingswoche die erste von zwei Etappen der Mediterranean Open Championships gelaufen. Der Satz „Keine Zeit zu sterben“ gilt hier nicht so wirklich. Denn viele Läuferinnen und Läufer geraten während des Sprint-Rennens in eine trauernde Gesellschaft, die sich am Renntag Zeit für ein große Begräbnis genommen hat. „The Funeral“ verhindert einige mögliche Routenwahlen. Somit werden drei Posten aus der Wertung genommen. Die Textzeile „At every occasion, I'll be ready for the funeral“ hätte gut in die Laufinformation gepasst.

Und dann ist der da, der letzte Tag der Woche. In Monopoli nehmen Anika, Jasmina, Tina, Ylvi sowie Jannis & Nico mit der zweiten MOC-Etappe Abschied. Aber nicht an den flachen Sandstränden in den schönen Buchten rund um die Stadt, sondern im historischen Zentrum von Monopoli. Die Geländebeschreibung des World Ranking-Sprints klingt wie ein Tourismus-Ratgeber: besuchen sie Fischereihafen, Kastell, Stadtmauer, Altstadt mit Kathedrale.

Noch einmal steigt die (An)Spannung, noch einmal steigt der Druck (etwa auf die Blase). Aber natürlich gibt es in einer Stadt mit dem Namen Monopoli strenge (Spiel)Regeln. Wer sich kurz vor dem Start noch (in der Öffentlichkeit) erleichtert, dem wird von den Carabinieri fast die „Gehe ins Gefängnis“-Karte gezeigt. Aber unser Schweizer Naturfreunde Wien-„Legionär“ Timo kann sich aus der Situation gerade noch herausreden und besteht das mögliche James Bond-Abenteuer Nummer 26  „No Time to Lie“.   

Fotos

 

 

 

 

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