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04. Juli 2021

 

Die Orientierungslauf-Weltelite belagert Terezin in Tschechien. Nach den ersten Medaillenentscheidungen der World Orienteering Championships 2021 (WOC) an und in der mittelalterlichen Verteidigungsanlage steht fest: Die Festung ist gefallen. Am 3. Juli 2021 wurden die Sprint-Qualifikation und die Sprint-Finali gelaufen.

Die ersten Titel dieser Weltmeisterschaft gingen an Superstar Tove Alexandersson und „Jungstar“ Isac von Krusenstierna aus Schweden. Die „Burg“ war fest in Schwedischer Hand. Aber auch unsere Wiener Naturfreunde machten auf sich aufmerksam: Jannis sicherte sich im Herrenfinale den großartigen 20.Platz, im Finale der Damen sprintete  Anika auf den 30. Rang.

Aber alles der Reihe nach. Der Samstag begann früh mit den Qualifikationsläufen. Die jeweils 15 Besten buchten einen Platz im 45er-Finale. Technisch überraschend anspruchsvolle Routenwahlen erwarteten dabei die LäuferInnen, vor allem zu Beginn des Rennens. Viele Posten auf engem Raum und das allgemeine Gewusel sorgten gleich für großen Renn-Stress. Vier von sechs der österreichischen LäuferInnen kamen mit den Anforderungen gut zurecht, liefen jeweils souverän in die Top-15, darunter auch unsere beiden WOC-Debutanten Anika (9. Mit 1:14 Minuten Rückstand) und Jannis (7. Mit nur 35 Sekunden Rückstand).

Am Nachmittag wurde es dann so richtig heiß in Terezin. Sowohl die Damen- als auch die Herrenbahn führte zunächst in eine Parkanlage und durch die von Häuserblöcken charakterisierten Innenstadt, bevor der Großteil des Laufs zwischen den Festungsmauern und in den Festungsgräben ausgetragen wurde. Die tschechischen Organisatoren scheuten dabei keinen Aufwand, um den LäuferInnen sehr anspruchsvolle Bahnen zu bieten. Es war schwierig und spektakulär.

Im ersten Finale der diesjährigen Orientierungslauf-WM lief WM-Newcomer Jannis ein sensationelles Rennen, das ihn mitten in die Weltspitze und auf Platz 20 führte. „Obwohl ich im Gewirr der Festungsmauern technisch nicht immer sicher unterwegs war, bin ich mit meinem 20. Platz sehr zufrieden!“ zog der österreichische Sprint-Staatsmeister als bester rot-weiß-roter Athlet stolz Bilanz. Der neue Weltmeister war nur 1:20 Minuten schneller. Anika, für die es ebenfalls der erste Einsatz bei einer WM der allgemeinen Klasse war, zeigte sich nach ihrer Leistung zufrieden. Sie klassierte sich auf dem 30. Rang der Damenklasse. Keine 2 Minuten hinter der Siegerin.

Die Siegerin der Damen, Tove Alexandersson aus Schweden, verlor ebenfalls bei Posten 12 (mehr als eine halbe Minute), konnte sich dennoch mit starker Laufleistung an die Spitze zurückkämpfen und gewann schlussendlich mit neun Sekunden Vorsprung vor Natalia Gemperle (neutrale Athletin aus Russland) und Maja Alm, Dänemark (+0:17).

Im Herrenrennen zeigte sich ein Generationenwechsel: In seinem ersten WM-Rennen gewann Isac von Krusenstierna die zweite schwedische Goldmedaille des Tages. Kasper Fosser aus Norwegen lief sieben Sekunden dahinter zu Silber, während der Neuseeländer Tim Robertson mit Bronze (+0:13) seine zweite WM-Medaille nach 2018 errang.

WOC 2021 - Homepage (Ergebnisse, Zwischenzeiten, Karten, GPS, Fotos)

Fotos - Sprint-Qualifikation (von Ferri)

Fotos - Sprint-Finale (von Ferri)

Fotos

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