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01. September 2020

 

Warum in die Ferne reisen, wenn OL-Paradiese nur rund 5 Autostunden von Wien entfernt sind und außerdem mitten in einer wunderschönen, heimischen Sommertourismusregion liegen? Das dachte sich Claudia und plante unsere Vereinsreise 2020 nach Tirol.  

Knapp 50 Reisefreundinnen und -freunde setzten die Pläne um und verbrachten gemeinsam einen sportlichen Urlaub im Raum Imst. Von 23.-29. August erlebten wir eine lustige, gesellige und abwechslungsreiche Woche im Tiroler Oberland. 

Den Montag Vormittag nutzten wir zum „Ankommen“ und zum Erholen vom Austria Cup-Wochenende im Burgenland. Wir, das waren Peter & Erik; Anneliese & Ernst; Katja, Ferri, Anika & Jasmina; Heike, Emily, James & Michael; Jakob; Julius; Flo; Babsi, Boris, Ylvi, Maya & Nico; Riki, Willi, Tina & Rita; Maria & Günther; Wolfgang, Annina & Lauri; Thomas, Zoe & Elise; Marina, Tim, Selina, Anna & Serge; Pamela, Andreas, Hanna & Laura; Elisabeth, Michael & Matilda; Katerina & Lenka. Auf dem Campingplatz von Haiming machten wir unsere Mobile Homes wohnlich.

Am Nachmittag wurden wir erstmals in den Wald gelassen. Training 1 fand in unmittelbarer Nähe zu unserem Campingplatz statt. Alle Besucher der Karte Haiming wurden mit „Willkommen im Wacholder-Wunderland“ begrüßt. Grün, schwierig, stachelig.

Den Dienstag veredelten wir uns mit zwei Trainingseinheiten. Am Vormittag liefen wir lässige Loops im idyllischen Märchenwald von Strad zwischen Imst und Nassereith. Farn statt Dornen, Heidel statt Brom, einfach beerig. Die Antithese zum Kogelwald von Draßburg. Nach der Mittagspause konnten wir uns „in einem der schönsten OL-Gebiete Österreichs“ (Zitat Ferri) probieren. Im Felssturzgebiet rund um Ötztal Bahnhof hieß es: „nächste Haltestelle Par-O-dies“.

Auch am Mittwoch verwöhnte uns die Sonne, und wir uns zunächst mit einem weiteren schönen Training. Am Südrand des Mieminger Plateaus durchpflügten wir den offenen, wunderschönen Nadelwald am Sassberg. Das Blau, das immer wieder zwischen den Bäumen glitzerte, war das Wasser des Badeteichs Untermieming. Im dortigen Naturfreibad checkten wir direkt nach dem Training ein und genossen den heißen Nachmittag. Sonnen, schlafen & Spikeball spielen. Beachvolleyball & baden. Frisbee & Stand-up-paddeln. Eis essen & Kaffee trinken. Lesen & Chillen. Herrlich.

Um 19 Uhr hatte der Spaß ein Ende. Denn jetzt begann das große Fressen. Pünktlich wurden uns 42 Pizzen auf den Campingplatz geliefert. Wir saßen und aßen an einer großen Tafel aus vielen kleinen Schachteln, die nach ihrer Leerung zu einem großen Turm aufgeschichtet wurden. Der Turm fiel, später dann auch die Augen zu. 

Dann war schon Donnerstag. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der von unserer aufgeweckten Girlie-Crew Maria, Annina & Matilda vorbereiteten OL-Rätselrallye. Wir begaben uns paarweise in Quarantäne. Auf drei Startblöcke verteilt. Wir lösten ein OL-Sudoku mit Kartensymbolen. Wir suchten Posten mit Buchstaben. Und wir bildeten daraus das Lösungswort. Am schnellsten gelang das Maya & Riki. Gratulation.

Nach einer mittäglichen Stärkung fütterten wir die Navis unserer PKW mit dem Ziel „Sommerrodelbahn Hoch-Imst“. Lang waren die Bergfahrt mit der Doppelsesselbahn, die Warteschlange vor dem „Alpine Coaster“ und schließlich auch der Rodel-Spaß. Auf den Schienen einer der längsten Sommerrodelbahn der Welt rasten wir 3,5 Kilometer über 400 Höhenmeter zu Tal. Durch mehr als 50 Kurven. Über Wellen. Durch einen Kreisel. Und das vor dem herrlichen Panorama der umliegenden Gipfel.

Wir waren so richtig in Fahrt. Wir nahmen den Schwung mit nach Nassereith. Wir hatten genug trainiert und wollten wieder Wettkampfatmosphäre genießen. In dem kleinen Dorf zwischen Fernpaß und Holzleitensattel liefen wir die erste Etappe des O-Festivals 2020. Der Vorabend-Sprint war der abschließende Höhepunkt dieses ereignisreichen Tages.

Auch am Freitag wurde uns nicht fad. Die ersten Sonnenstunden des Tages konnten wir für neuerliches Sommerrodeln, E-Bike-Motocrossfahren, Riesentrampolinspringen, eine kleine Radtour oder ein weiteres Training in Niederthai im Ötztal auf 1550m nutzen. An dieser Stelle bot sich an, grinsend Zwischenbilanz zu ziehen: 4 Tage Spaß, 4 Tage OL-Action, 4 Tage Vereinsgemeinschaft, 4 Tage Sommerfeeling, 4 Tage Sonnenschein.

Dann nahm der Regen Anlauf. Zunächst nur schüchtern. Die Niederschläge dauerten nicht allzu lang, und endeten netterweise vor Beginn der zweiten Etappe des O-Festivals: die Mitteldistanz in Obtarrenz konnten wir sogar im Trockenen laufen. Auf dem ersten, bergabführenden Teilabschnitt war gleich volle Konzentration gefragt. Danach arbeiteten wir uns im mittelsteilen Gelände durch den offenen, gut belaufbaren Nadelwald bis zum höchsten Punkt hinauf. Die längeren Bahnen wurden dann sogar noch mit einer Prise Latschen- und Schotterfelder gewürzt, ehe wir die letzten Posten zum Ziel hinunterstürmten. 

Zurück auf dem Campingplatz kam der Regen wieder. Diesmal um zu bleiben. Den ganzen Abend. Die ganze Nacht. In der Früh. Samstag Früh. Es war der Tag der 3. Etappe des O-Festivals. Im strömenden Regen fuhren wir nach Gunglgrün, einer feinen Wohnsiedlung am Stadtrand von Imst. Kurz vor unserer Startzeit um 10 Uhr 30 hatte der Regen dann sogar aufgehört. Die 12 Grad Lufttemperatur waren kein Problem, denn spätestens nach dem Lauf hinauf zum Startdreieck waren Muskeln & Körper warm.

Die abschließende Langdistanz wurde zur erwarteten „Königsetappe“. Steil, wild, hart. Aber schön. Die vielen Höhenmeter vergingen fast wie im Flug. Vor allem, wenn es galt, die Eindrücke der Querungen des Hochwasser führenden Schinderbaches zu verarbeiten. Abenteuer pur. Was der Bach alles kann, sieht man mitten im Stadtgebiet von Imst, wo er sich in tausenden von Jahren mit der Kraft des Wassers die Rosengartenschlucht gegraben hat. Eindrucksvoll. So wie vor allem unseren jungen Elite-Damen, die sich mit der Kraft ihrer Beine und ihres Geistes an der Spitze der Gesamtwertung breit gemacht haben: Anika gewann, Ylvi wurde Dritte, Jasmina Vierte (wie Flo bei den Herren). Bravo.

Weitere Siege in der Gesamtwertung erreichten Anna [D-10], Babsi [D40-], Wolfgang [H40-] und Peter [H50-]. Marina [D40-] lief auf den 2. Platz. Dritte Plätze eroberten Annina [D-10], Christine [D40-], Thomas [H40-] und Boris [H50-].  Da nach der Siegerehrung der Regen wieder einsetzte, war der Besuch des Telfer Bades der letzte Programmpunkt dieser schönen Sommerwoche.

Die nächste Vereinsreise führt Anfang Juli 2021 zur OL-WM nach Tschechien. Claudia plant bereits. Wir werden an einem Badesee wohnen, können die WM-Entscheidungen als Zuseher LIVE verfolgen und auch am 5-Tage-Publikumslauf teilnehmen. Hoffentlich bist auch Du dann dabei.

Fotos

Ergebnisse - 1. Etappe [Sprint in Nassereith]

Ergebnisse - 2. Etappe [Mitteldistanz in Obtarrenz]

Ergebnisse - 3. Etappe [Langdistanz in Hoch-Imst]

Ergebnisse - Gesamtwertung

Fotos - Siegerehrung [© T. Egger] 

 

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