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29. Jänner 2020

 

Am Ende ist die Gleichung aufgegangen. Schnee plus Sonne plus Ski-Orienteering = Spaß plus Skating plus Spitzenplätze.  Frei nach der Formel: schnell, schön, steirisch.

Die Aufgabenstellung für 9 langlaufende Naturfreundinnen und -freunde unseres Vereines war folgende: Fahre zu den Austria Cup-Rennen im Ski-Orienteering am 25. und 26. Jänner 2020 nach Ramsau am Dachstein, nimm an den österreichischen Meisterschaften über die Lang- und Mitteldistanz teil, genieße das Wochenende auf und abseits der Loipe und erlebe LIVE-Sport. Aber LIVE-Sport mit Schwitzen statt im Sitzen.

Bildschirme flimmern. Natürlich kann man dieses Wochenende auch als ausdauernder Passiv-Sportler vor dem Fernsehgerät verbringen und seinen Bewegungsdrang zwischen Couch, Toilette und Kühlschrank ausleben. Geht auch, geht gut. Denn das TV-Angebot für Beobachter von hochklassigen Entscheidungen auf Schnee beginnt früh am Samstag und endet spät am Sonntag. Es gibt alpine Ski-Entscheidungen bei den Damenrennen in Bansko, während in Kitzbühel das Hahnenkamm-Hochamt feierlich zelebriert wird. Die Skispringerinnen segeln in Rasnov über die Schanze, die Herren werden in Zakopane ins Bild gerückt. In Pokljuka laufen und schießen die Biathleten zur besten Sendezeit und die Skicrosser haben in Idre harten, fernsehgerechten Körperkontakt. In Piancavallo carven die SnowboarderInnen durch die Tore und in Oberstdorf streiten die LangläuferInnen um Positionen und Sendezeit.

In die Ferne statt Fernbedienung. Um zu großen Stress vor dem TV-Gerät vorzubeugen, hilft aktive Ablenkung. Am besten ebenfalls auf Schnee. So gestalten 9 Naturfreunde und Naturfreundinnen ihr Wochenendprogramm drei Stunden von Wien entfernt bei perfekten Loipen- und Schneebedingungen im Langlauf-Paradies Ramsau. Wir machen keine Rekordquoten, wir machen Bewegung.  

Land der Berge. Samstag nachmittags widmen wir uns der Bewältigung schöner und fordernder Langdistanz-Bahnen mit jeder Menge Höhenmetern. Wir skaten auf vielen breiten Loipen, schieben auf engen SkiDoo-Spuren und stapfen auf schmalen Ski-Spuren durch den Wald, über die tief verschneiten Wiesen, auf Schipisten. Einmal, zweimal oder sogar dreimal geht es auf den Kulmberg hinauf. So oft wie nötig eben, oder einmal mehr als nötig, wenn man – so wie Felix - beim Anstieg einen Posten falsch stempelt. Dann wird diese Langdistanz sehr lang.

Werbung. Die letzten Posten, die letzten Meter führen uns dann hinein ins WM-Stadion von Ramsau. Dort findet am späten Nachmittag auch die Siegerehrung dieser ÖM über die Langdistanz statt. Das Jahr 2020 ist noch keine 4 Wochen alt und schon wird im Naturfreunde Wien – Orienteering Team über erste Medaillen gejubelt. In Gold für Babsi [D45-], in Silber für Sabine [D55-] sowie Boris [H45-], und in Bronze für Marina [D35-]. Josef [H55-] wird Vierter, verpasst die Medaille um 30 Sekunden. Adam gewinnt [H-14], bekommt aber als tschechischer Staatsbürger keine ÖM-Medaille. Sein Papa Zdenek [Offen] wird Zweiter und Denise [D18- kurz] rundet den Tag mit einem Sieg perfekt ab.

Verwechslungdramödie mit Überlänge: Felix verwechselt Posten 1 mit 11, läuft von dort zum 2. Posten, zum 3. Posten. Felix läuft und läuft und läuft. Als er von Posten 10 zu Nummer 11 kommt, bemerkt er seinen Fehler, und korrigiert ihn. Jetzt also zu Posten 1, dann 2 bis 11 noch einmal. Und schließlich Posten 12-19, Felix nutzt das Startgeld aus und kämpft sich nach 2 Stunden und 7 Minuten ins Ziel. Hochachtung. 

Im Wettkampffieber. Fast alle sind nach Tag 1 zufrieden und freuen sich auf den Sonntag. Lolli, der das Rennen gesundheitsbedingt auslassen musste, fiebert der zweiten ÖM entgegen und kann schließlich – wegen erhöhter Temperatur – auch über die Mitteldistanz nicht laufen. Sonntag früh wird allgemein eine leicht erhöhe Temperatur festgestellt, weil sich die Sonne stundenlang blicken lässt. Nicht nur viele TV-Geräte laufen wieder auf Hochtouren, auch wir. Beim Blick auf den Bildschirm kann man winterlichen Spitzensport sehen, oder man kann winterlichen Genusssport mit Blick auf den Dachstein selbst erleben. Mit Langlaufschi, Karte & Kompass.

Flachbild. Nach dem Start beim Beschneiungsteich neben dem Stadion toben wir uns zunächst auf dem Wiesengelände östlich der Sprungschanze aus. Mit hohem Tempo navigieren wird durch das flache Labyrinth aus Loipen, Spuren, Winterwander- und Reitwegen. Dann folgt auf fast allen Bahnen eine lange Routenwahl, bei der sich Fragen stellen: baue ich die steilen Weltcup-Loipen in meinen Plan ein oder nicht, wie absolviere ich die nötigen Höhenmeter am besten ? Der schnelle Schlussabschnitt führt dann wieder zurück ins WM-Stadion.

Zeit(streifen) im Bild. Ergebnisse werden verglichen, Routen besprochen und SiegerInnen gefeiert. Für uns Naturfreunde gibt es über die Mitteldistanz Gold für Babsi [D45-], Silber für Sabine [D55-], Boris [H45-] & Josef [H55-], sowie Bronze für Marina [D35-].  Dazu gewinnt Denise [D18- kurz] und Adam wird Dritter [H15-17].  

Sendeschluss. Mit 9 Medaillen im Gepäck verlassen wir die Ramsau. Rund drei Stunden später sind wir wieder zu Hause. Gerade rechtzeitig um im Fernsehen LIVE das Finale der Handball-EM zwischen Spanien und Kroatien zu sehen. Was für ein Wochenende, was für ein Programm.

Fotos

Ergebnisse - ÖM Langdistanz

Ergebnisse - ÖM Mitteldistanz

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