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18. August 2018

Das ist neu ! Das ist weltmeisterlich ! Von 13. bis 17. August zelebrierte die große, internationale OL-Familie in Norwegen eine Premiere. In Sarpsborg in der südnorwegischen Provinz Östfold fand die - seit der Einführung der Sprint-Bewerbe im Jahr 2001 - (wieder) erste „Wald-WM“ des 21. Jahrhunderts statt. Getreu der Devise „Raus aus der Stadt, rein in den Wald“ fanden keine Sprintrennen statt (die erste Sprint-WM der Geschichte mit 3 Bewerben folgt dann 2020 in Dänemark), sondern es gab bei den World Orienteering Championships 2019 die Medaillenentscheidungen über Lang- und Mitteldistanz und in der Staffel. Die WOC 2019 war also eine Art Rückehr. Im österreichischen Aufgebot war auch unser Naturfeunde Wien – Orienteering Team vertreten: Anja Arbter hatte nach ihrer Knieverletzung zwei Einsätze und jubelte am Ende über einen TopTen-Platz mit der rot-weiß-roten Staffel.

Mit der Qualifikation über die Mitteldistanz wurden die Weltmeisterschaften in Norwegen eröffnet. Die jeweils ersten 15 Athletinnen bzw. Athleten der drei Vorläufe qualifizierten sich für das Finale (weitere 15 Startplätze werden durch die jeweils besten Läuferinnen und Läufer der Nationen aufgefüllt, die keinen direkten Startplatz erlaufen konnten, sofern sie weniger als die doppelte Siegerzeit aufweisen). Anja hatte mit Ausnahme einer Route ein solides Rennen, glaubte nach ihrer Verletzung auf einem höheren physischen Niveau zu sein, konnte dies aber an diesem Tag nicht umsetzen. So wurde es Platz 18. In ihrem Vorlauf. Der Einzug ins Mitteldistanz-Finale blieb ihr damit verwehrt.

Nach den Medaillenentscheidungen über Lang- und Mitteldistanz, bei denen sich Tove Alexanderson (SWE) und Olaf Lundanes (NOR) jeweils beide Titel sichern konnten, warteten schon am wohlverdienten Ruhetag alle Athletinnen und Athleten auf die Abschlussrennen der Weltmeisterschaften 2019 in Norwegen: die Staffel-Entscheidungen. Und rechtzeitig vor dem großen Finale kam dann auch der große Regen. Groß, heftig, gnadenlos & dauerhaft. Der völlig aufgeweichte Boden sorgte für ein körperlich sehr hartes Rennen, das ohnehin anspruchsvolle norwegische Gelände für technische Herausforderungen und die Tatsache, dass es sich um eine Staffel handelte für mentale innere Kämpfe.

Zunächst starteten 30 Damenteams in die Regenschlacht, darunter Laura Ramstein für das österreichische Team. Sie machte ihre Sache gut, musste zwar die erste größere Gruppe ziehen lassen, übergab aber in der zweiten Gruppe an 17. Stelle, aber nicht weit von den Top10 entfernt, an Anja Arbter. Anja kämpfte stark über die zweite Strecke, lief technisch einwandfrei, hielt den Abstand gering zu den Top10 und schickte Schlussläuferin Ursula Kadan an 15. Stelle in den sumpfigen Wald. Ursi fand zwar nicht ideal ins Rennen, aber packte Kampfgeist und mehr und mehr Selbstbewusstsein aus. Dieses nahm sie auch in den Zieleinlauf mit und sprintete an einigen Konkurrentinnen vorbei. So konnte sie die Ziellinie an 10. Stelle überqueren. Damit haben Österreichs Damen ihr Ziel, drei technisch kontrollierte Läufe zu absolvieren und in die Top10 zu laufen, erreicht.

An der Spitze kam es das ganze Rennen über zu einem Zweikampf zwischen der Schweiz und Schweden. Die Skandinavierinnen hatten das bessere Ende für sich, Karolin Ohlsson sprintete Julia Jakob erfolgreich nieder. Bronze holte Russland im Sprint-Duell gegen Norwegen.

Den österreichischen Herren gelang mit Platz 7 im Feld der 36 Nationen wieder ein Top-Ergebnis und wenn die ersten Hochrechnungen stimmen dürfte das Herrenteam in die Division 1 aufgestiegen sein, was einen dritten Startplatz über die Langdistanz bei der nächsten Wald-WM, 2021 in Tschechien bedeuten würde.

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