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13. August 2019

 

Die Masters-WM 2020 in Košice wirft ihren Schatten voraus. Es ist nur ein kleiner Schatten, denn die Sonne steht hoch und ohne Wolkenbegleitung am Himmel und brennt ihr Programm mit dem Titel "Größte Hitz" gnadenlos ab beim Slovak Karst Cup 2019 von 09.-11. August in Rožňava, 70 Kilometer von Košice entfernt. Mit diesem 3-Tage-Wettkampf beginnt der WM-Countdown für 2020 so richtig zu laufen: 4 (Etappen) – 3 (Waldläufe) – 2 (Wettkampfzentren) – 1 (Stadtsprint) – Los. Beim heißen WM-Test stehen auch 11 Läuferinnen und Läufer des Naturfreunde Wien - Orienteering Teams in der Startbox: Christine, Sofia, Erich & Oli; Axel & Corinna; Josef; Frederic; Werner sowie Barbara & Boris. 

Der Slowakische Karst ist einer der Gebirgszüge des Slowakischen Erzgebirges in der südöstlichen Slowakei und liegt somit in den Karpaten. Das Gebiet besteht aus einer Reihe großer Karstebenen und -plateaus und ist seit 2002 Nationalpark. Uns interessiert besonders die Plešivská planina (früher Pleissnitzer Ebene). Auf diesem Hochplateau finden die drei Etappen im Wald statt. Dieser ist zumeist logischerweise steinig, aber gar nicht so schlecht belaufbar, die Sicht ist gut und die Dolinen sind mächtig. Die runden Karsttrichter haben hier Durchmesser von bis zu 250 Metern und sind bis zu 45 Meter tief. Dazu gibt es Löcher, Trichter, Mulden und Senken und Senken und Mulden in Dolinen. Dreimal können wir hier die gleiche Arena auf einer großen Wiesenfläche nutzen. Die erste Etappe (Langdistanz) führt uns aus Richtung Nordosten ins Ziel, die zweite Etappe (Mitteldistanz) aus Richtung Süden und die abschließende vierte Etappe (Langdistanz) aus Richtung Nordwesten.

Die Karten sind gut, das Gelände ist cool, die Bahnen sind spannend, die Navigation fordernd. Oder anders gesagt: Depression folgt auf Depression. Und es war gut. Also meistens. Und ganz sicher bei Babsi, die sich mit dem Sieg auf der 3. Etappe (Sprint in Rožňava, früher Rosenau) auf Platz 3 der Gesamtwertung festsetzt, um sich dann mit einem überlegenen Triumph auf der 4. Etappe noch den Gesamtsieg [W45-] zu sichern. Sofia [W-18] läuft auf Platz 6, Werner [M50] belegt Platz 7.

Und sonst ? Haben wir uns vor allem Zeit genommen. Zeit für eine Langdistanz-Massage (60 Minuten) um 18.- Euro. Zeit um auf gutes und deftiges Essen zu warten (denn in slowakischen Küchen nimmt man sich auch Zeit). Zeit um sich über das Preisniveau in der slowakischen Provinz zu wundern (großer Radler 1,30.- € / Knoblauchsuppe 1,50.- € / Hühnerschnitzel mit Pommes 5,00.- €). Zeit für Zeiten und Routen vergleichende Gespräche unter dem Motto „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“. Zeit für kalte Duschen in heißen Nächten. Zeit für die Reise (4,5 Stunden ab Wien) in eine sehenswerte Gegend. Zeit um schon jetzt an die Masters-WM 2020 in Košice zu denken. Denn dann wird das Langdistanz-Finale im slowakischen Karst gelaufen. Und dann werden sich viele (wieder) Zeit nehmen, von 7. bis 15. August 2020 in den Südosten der Slowakei zu reisen. Vielleicht auch, um ein Schmalzbrot mit Zwiebel um € 0,50.- zu genießen.   

Ergebnisse - Etappe #1

Ergebnisse - Etappe #2

Ergebnisse - Etappe #3

Ergebnisse - Etappe #4

Ergebnisse - Gesamtwertung nach 4 Etappen

Fotos

 

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