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05. Mai 2019

 

Wahrscheinlich sind die Sommerferien in der Hitparade der Höhepunkte des Schuljahres klar auf Platz Eins. Gefolgt von den Weihnachts-, den Semester- und den Osterferien. Möglicherweise haben rund 700 Mädchen und Buben aus 23 Nationen – von Brasilien bis China, von Neuseeland bis Israel, von Schweden bis zur Türkei – ein anderes Ereignis ganz oben auf dieser Luste: nämlich die ISF-Schul-WM 2019 im Orientierungslauf in Otepää. Von 30. April bis 04. Mai waren neben Werner (als Betreuer) auch Carolina, Corinna & Maya, sowie Anton, Jakob & Oli Teil der rot-weiß-roten Abordnung. Die 6 Naturfreunde-Nachwuchshoffnungen genossen ihren ersten (und möglicherweise einzigen) Schulausflug nach Estland.

Am Dienstag begann die baltische Schulwoche mit Geographie-Unterricht. Otepää ist Estlands Wintersportzentrum. Das der Ort im Südosten des Landes von prächtig wucherndem Mischwald, vielen Sümpfen und noch mehr kleinen Hügeln umgeben ist, war spätestens nach dem Training klar. In wem das Feuer der Vorfreude noch nicht brannte, für den wurde es am Abend im kombinierten Fußball-, Leichtathletik-, Langlauf- und Biathlonstadion bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier mittels einer großen Fackel entzündet.

Am Mittwoch stand die Langdistanz-Entscheidung auf dem Stundenplan. Für  einige dauerte die Sport- und Bewegungseinheit länger als geplant. Bei den jüngeren Mädchen [Kategorie W2] kam Corinna als 56. in die Wertung. Im Gegensatz zu Carolina, die gar nicht in die Wertung kam, da sie leider disqualifiziert wurde (weil sie durch ein Sperrgebiet gelaufen ist). Bei den älteren Mädchen [W1] war Maya als 11. die beste Österreicherin, nur 65 Sekunden hinter einem Diplomplatz. Das beste Naturfreunde-Ergebnis an diesem Tag gab es bei den jüngeren Burschen [M2]. Anton gelang ein starker Lauf, der mit Platz 10 belohnt wurde. Oli lief auf Platz 17. Die kompakte rot-weiß-rote Auswahl schrieb sich in der Teamwertung auf Platz 2 ins Klassenbuch ein und nahm Kurs auf eine Medaille. Allerdings betrug der Vorsprung auf England und Lettland nur 4 Minuten. Bei den älteren Burschen [M1] war Jakob einziger Läufer mit Gipshand und als 29. bester Österreicher. Es gab täglich viel zu lernen, auch dass es in Estland im Mai innerhalb weniger Minuten regnen, hageln, schneien und sonnig sein kann.

Am Donnerstag hielten viele zunächst wenig vom bevorstehenden Lehrausgang ins AHHAA Science Center in Tartu. Aber kurz nach der Ankunft in diesem interaktiven Technik-Museum, das eine Mischung aus Spannung, Wissensvermittlung und Riesenspielplatz für Junge und Junggebliebene darstellt, war klar: „das ist ja voll cool“. Nach einer spannenden, leider durch starken Regen und Kälte beeinträchtigten GPS-Rätselrallye durch Tartu folgte mit dem traditionellen Nationenabend ein weiterer Höhepunkt in Form einer (un)verbindlichen Übung in Dirndl und Lederhose auf der Bühne.

Am Freitag wurden wieder sportliche Prüfungen abgenommen. Mit dem (kurzen) Mitteldistanz-Rennen gab es die zweite Chance auf Medaillen und Top-Ergebnisse und die Gelegenheit, die Teamwertungen zu entscheiden.  Für Corinna und Carolina [Kategorie W2] wurden es die Plätze 42 und 50, während Jakob [M1] mit knapp 5 Minuten Rückstand als 22. wieder bester ÖFOL-Athlet war. Anton [M2] kam diesmal als 54. nicht so gut zurecht, Oli als 23. in die Wertung. Dafür konnte sich Maya [W1] mit Platz 5 (mit nur 1 Sekunde Rückstand auf Platz 4 und 44 Sekunden auf Platz 3) einen Auftritt bei der Siegerehrung erarbeiten, sie ist nun diplomierte Schul-WM-Teilnehmerin. Anton und Oli bringen sogar eine Mannschafts-Bronzemedaille mit nach Wien, Maya einen vom „Team Austria“ für die Siegerehrung handgeflochtenen Blumenkranz. Alles in allem waren die Leistungen durchwachsen. Im Abschlusszeugnis geben sich unsere LäuferInnen folgende Noten – Anton: 3minus, Carolina: 2-3, Corinna: 2-3, Jakob: 4 (gewinnt), Maya: 2-3, Oli 3minus:

Am Samstag wurde noch das Freifach „Freundschafts-Teambewerb“ angeboten. 700 Orientierungsläufer/innen und Betreuer/innen aller teilnehmenden Nationen wurden bunt gemischt zu Dreierteams zusammengelost. Die Herausforderung war es, zunächst die richtigen Partner in der großen Menschenmasse zu finden, um sich dann die „Arbeit“ im Postennetz möglichst geschickt aufzuteilen – keine einfache Aufgabe, wenn das Chinesisch oder das Finnisch etwas eingerostet ist. Am letzten Abend dieser spannenden Woche im Baltikum wurde gefeiert: zunächst gab es die Gesamtsiegerehrung und danach die große Schul(ausflug)abschlussparty…..

Fotos

Ergebnisse - Langdistanz

Ergebnisse - Mitteldistanz

Ergebnisse - Teamwertung

Ergebnisse - Friendship TeamEvent

 

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