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24. Jänner 2019

Der Grenzübertritt verlief ohne Probleme. Wo sie genau lag, die Grenze zwischen Winterland und Winter-Wunderland, war gar nicht so genau zu sagen. Schon das Ennstal zeigte sich in (s)einem edlen, weißen Kostüm tiefwinterlich, und dann war das Hochplateau rund um Ramsau so schön verschneit wie schon lange nicht. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht nahmen mehr als 400 Ski-Orientierungsläufer das Wettkampf-Wochenende am 19. und 20. Jänner 2019 mit 3 Austria-Cup-Rennen in Angriff. Einige verließen zwei Tage später mit Medaillen in der Tasche und demselben breiten Grinsen im Gesicht das Winter-Wunderland am Fuße des Dachsteins.

Aufgrund der Schneemassen gab es Einschränkungen bei der Spuranlage: Die für die Wettkämpfe vorgesehenen Waldgebiete durften wegen der Schneebruchgefahr nicht genutzt werden und in den offenen Gebieten verzichtete man im tiefen Neuschnee auf das Anlegen von schmalen Ski-Doo-Spuren. So bestand das Spurennetz neben den zahlreichen vorhandenen Loipen und Winterwanderwegen aus vielen mit dem breiten Spurgerät angelegten Schlaufen. Dies erlaubte fast überall schnelles Skaten.

Der erste Sprint am eiskalten Samstag-Vormittag ist nicht nur die Schlussetappe der internationalen Ski-O-Tour 2019 sondern auch österreichische Meisterschaft. Der Start befindet sich  im Auslauf der  Skisprungschanze, der Großteil der Sprint-Bahn auf den Wiesen östlich davon, das Ziel schließlich direkt im WM-Langlaufstadion. 60% des Naturfreunde Wien-Ski-O-Quintetts werden mit einer Medaille belohnt: Babsi K. [D45] sprintet zu Gold, Josef Z. [H55] zu Silber, Sabine H. [D55] gewinnt Bronze. Boris KJ und Felix H. [H45] landen im geschlagenen Feld.

Nach der Mittagspause werden alle Aktiven zwischen 14 und 15 Uhr in 6 Wellen von der Leine gelassen bzw. aus dem Langlaufstadion ins Rennen geschickt. Sprint mit Massenstart, das ist unser „Hochgeschwindigkeits“-Nachmittagsprogramm. Den (immer länger werdenden) ersten Kilometer geht es leicht bergauf Richtung Westen. Bei den ersten Posten werden wir zu einer Runde Menschen-Mikado verpflichtet. Da es keine Schmetterlinge und auch keine Gabeln gibt, ist das Gedränge beim Stempeln zunächst sehr groß: Schi fädeln zwischen Beinen ein, Beine zwischen Stöcken, Stöcke zwischen Schi. Allerdings gibt es eine kleine Regeländerung zum Mikado-Originalspiel: Wer sich als letzter (wieder frei) bewegen kann, verliert. Schließlich geht es mit hohem Tempo dem Ziel entgegen. Leicht gebremst wird man nur, wenn man Abkürzungen durch den tiefen Pulverschnee nimmt. Traumhaft. Boris KJ [H45] skatet in der AC-Wertung ebenso auf Platz 3 wie Sabine H [D55], Babsi [D45] landet diesmal auf Platz 4, Josef [H55] leistet sich einen Fehlstempel.

Dafür gibt es am Sonntag noch einmal Grund zur Naturfreunde-Freude. Im dritten und letzten Rennen des Ski-O-Wochenendes in der Steiermark wird wieder um rot-weiß-rote Meisterschaftsmedaillen gekämpft. Naturfreunde Wien-Einzelkämpfer Josef Z. [H55] zeichnet knapp 30 Minuten lang seine Spur im tiefverschneiten Winter-Wunderland, im Ziel erobert er Silber. Und über allem thront der Dachstein. Zwischen dem blauen Himmel und dem weißen Märchenland glitzern seine vereisten Felsspitzen wie Gold.

Fotos

Ergebnis - 4. AC, ÖM Sprint

Ergebnis - 5. AC, Sprint mit Massenstart

Ergebnis - 6. AC, ÖM Mitteldistanz

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