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So entscheide ich mich richtig: 

Nicht immer ist die kürzeste Route die schnellste ! Ständig gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen. Nur wer sich für die richtige Route zum nächsten Posten entscheidet, hat die Chance auf ein gutes Ergebnis. Hier gibt es „Insidertippsund zwei der Erfolgsgeheimnisse von Ferri Gassner:

Routenentscheidungen kann man nur durch „Üben/Üben/Üben“ perfektionieren und durch das Sammeln von vielen Erfahrungen in unterschiedlichsten Geländetypen mit unterschiedlichsten OL-Karten, wobei man diese Übungen auch sehr gut und einfach als „Trockentraining“ durchführen kann. Im Zweifelsfall wähle ich immer die einfache und sichere Route! Eine Teilstreckenbestzeit bringt nichts, nur die Gesamtzeit zählt am Ende! (So kann z.B. eine langsamere aber „kraftschonendere“ Route für das Gesamtoptimum besser sein! .…der Zielsprint ist davon natürlich ausgenommen). 

Welche Informationen/Kriterien können für die Routenentscheidung wichtig sein?

  • OL-Erfahrung  (Neuling oder Eliteläufer)
  • Kondition und Lauftypus (schnell/langsam am Weg/bergauf/bergab/im „wilden“ Gelände etc.)
  • Gelände (steil, flach, viel Dickicht, Bodenbewuchs, Bodenbeschaffenheit (weich, sumpfig, steinig etc.)
  • Wettkampftyp (Langstrecke, Mittel, Sprint – und damit die übliche Länge der Teilstrecken)
  • Phase im Wettkampf (erster Posten, Mittelteil, Schlussteil)
  • OL Karte (Maßstab und Alter! – besonders wichtig für den veränderten Bewuchs)
  • Wetter (kann die Bodenbeschaffenheit verändern – z.B.: quer wird rutschig)
  • Jahreszeit (Veränderung des Bewuchs) 

Kriterien, die für eine Routenentscheidung relevant sind: (Die Reihenfolge der Kriterien wird für einen Neuling anders als für einen Eliteläufer sein!) 

  • Ist die direkte Route möglich? Gibt es unüberwindbare Hindernisse „unterm Strich“?
    (z.B. Zäune, Sperrgebiete, Abbrüche, undurchdringbares Dickicht)
  • Gibt es eine „Wegroute“ (Pfade/Wege/Straßen) zum Posten, wo man schneller als quer ist?
  • Gibt es Hindernisse, die das Weiterkommen auf der direkten Route verlangsamen?
    (z.B. Dickicht, Bodenbewuchs, steiniger Boden)
  • Wie ist das Gelände/Höhenbild?
  • Wie viele Höhenmeter hat die gewählte Route?
  • Gibt es tiefe Gräben/hohe Berge, die man umlaufen kann?
  • Gibt es lange „Hangschräg-Abschnitte“?
  • Wie groß darf der „Umweg“ sein?   (Achtung: je nach Maßstab wirken Umwege unterschiedlich lang – bei einem 1:15.000er Maßstab „wirken Umwege kürzer“ als bei 1:10.000 – man kann daher bei 1:10.000er Karten „größer wirkende“ Umwege in Kauf nehmen)
  • Wie findet man den Posten?
  • Hat die gewählte Route einen klaren Ablaufpunkt vor dem Posten bzw. gibt es eine klare Auffanglinie vor oder hinter dem Posten?
  • Sind alle Routen in Ablaufrichtung, oder gibt es vielleicht eine Idealroute, die ein Stück zurück in die Richtung führt aus der man gerade gekommen ist?

Und zum Abschluss zwei Tipps vom weltbesten „O-Techniker“ Thierry G.:

Wähle eine Route, die dir volle Kontrolle bei hohem Tempo ermöglicht
= „Full speed, no mistake“ - Methode
(Entscheidend ist was auf der Route kommen wird und nicht was gerade passiert!)

Bei kurzen Posten ist die richtige Kompassrichtung beim Weglaufen von einem Posten entscheidend!
(Wobei ich ergänzen möchte, dass dies aus meiner Sicht nur in einem halbwegs flachen Gelände gilt, da in einem steilen Gelände die Route auch nach „hinten“ oder 90 ° nach links oder rechts „vom Strich“ führen kann!)

Viel Spaß im Wald !

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