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Am 11. August 2018 ging in Lettland eine für Anja Arbter tolle Weltmeisterschaft zu Ende. Mit einem 23. Platz auf der Langdistanz beendete Anja heute eine für sie - und die Österreicher überhaupt – erfolgreiche WM 2018. Ganze 9,9 km Luftlinie und 475 Höhenmeter warteten auf Anja, die sie in 1:35:42 meisterte. Unser Nachwuchs-Cheftrainer Ernst Bonek hat sich diese starke Rennen von Anja genauer angesehen. Hier sein Analysebericht:

Wie die Höhenmeter gemessen wurden,  erschloss sich mir nicht. Normalerweise meint man “auf der Optimalroute“ oder „auf der höhenoptimalen Route“.  Was diese „optimalen“ Routen waren, war schon als  Zuschauer der GPS Übertragung nicht zu entscheiden. Wie erst durch die Läuferinnen während des Wettkampfs! Im ersten Bild sieht man Anjas Route (in grün) im Vergleich zur Weltmeisterin Tove Alexandersson (blau). Nach einem flachen Anfang, wo ein ruhiger Kompass gefragt war, folgten eine knifflige Routenwahl auf die andere. Es galt fordernde, steile Gräben zu umlaufen oder sich einfach durchzukämpfen.

 

Anja überlegte lange, bevor sie sich für ihre Route zu Posten #5 entschied - jedenfalls gegen die der Norwegerin Andersen, die gerade mit ihr beim Posten #4 eintraf - war aber dann mit ihrer Ausführung nicht vollkommen zufrieden. „Leider habe ich einige Mulden unnötig mitgenommen“, so Anja. Körperlich hat Anja die Belastung gut ausgehalten und, wie man aus dem Splitbrowser unten sieht, hat sie auch einen technisch sehr sauberen Lauf hingelegt (keine abrupten Zeitverluste).

 

Der entscheidende Sprung auf den 23. Platz gelang Anja auf der letzten schwierigen Route von Posten #15 bis Posten #17 : „Ich habe kaum andere Läuferinnen gesehen, hatte aber bis zum Ende noch genügend Kraft fürs Bergauflaufen“ .

 

Die Organisatoren meinten in der Vorschau für die Langdistanz: „Runability: From very good to hard. Runability is reduced because of vegetation. Visibility:Varies from medium to mostly poor due to dense vegetation.“ Die „dense vegetation“ schaute im Gelände dann so aus (Bild Vera Arbter):

Eine Besonderheit der Bahnlegung erfuhren die Zuschauer während der Videoübertragung: damit ein Postenobjekt an einem sonst glatten Hang war, wurde ein künstlicher Stein mit 1 m Höhe in’s Gelände gesetzt! 

Zum Abschluss noch ein paar Anja-Arbter Originalzitate zur ihren beiden ebenfalls hervorragenden Läufen bei Mitteldistanz und Staffel: „Die Mitteldistanz war sehr vielseitig ..., zuerst Wienerwald-ähnliche Gräben mit eingeschränkter Sicht, dann Augebiet mit viel Bodenbewuchs und ein steiler aber schnell belaufbarer Schlussteil. Der Anfang ist mir gut gelungen, im zweiten Teil hätte ich noch mehr pushen sollen, drei Mal habe ich im Postenring ein paar Meter zu viel gemacht.“ „Bei der Staffel war die Belaufbarkeit (zumindest im Weißen) nicht so schlecht, aber man sah meistens nur 15-20 Meter, manchmal auch weniger. Mit meinem Lauf bin ich sehr zufrieden (auch wenn ich bei einer Grabenquerung besser umlaufen wäre), wir waren ja noch nie in den ersten 10.“ [Ernst Bonek / August 2018]

 

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