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Nachdem die Jugend und die Junioren ihre Meisterschaften auf internationaler Bühne ausgetragen hatten, kamen von 17. bis 21. Juli 2018 die jungen Elite-LäuferInnen zum Zug. Auf dem Programm standen die 41. Studenten-Weltmeisterschaften (WUOC) in Finnland, bei denen das 8-köpfige österreichische Team mit den NF-Wien-LäuferInnen Anja Arbter, Anika Gassner und Florian Kurz. um gute Platzierungen kämpfte. Im kleine Örtchen Kuortane, welches ungefähr hundert Kilometer östlich von Vaasa liegt, waren 250 AthletInnen aus 33 verschiedenen Nationen im „Kuortane Olympic Training Center“ untergebracht.

Das österreichische Team reiste schon am 12.Juli 2018 an, um sich vor den Wettkämpfen den letzten technischen Feinschliff für das finnische Terrain zu holen. Das typisch skandinavische Laufgelände rund um die Städte Seinäjoki und Lapua war von flachen, aber detailreichen Hügeln geprägt. Steinplatten, Steinformationen, viele Mulden und Nasen machten das Laufen trotz des oft schwer belaufbaren Bodens zu einem wahren Genuss.

Eröffnet wurde die WUOC 2018 aber mit der Sprintstaffel in Seinäjoki. Dort kämpfte Anja mit ihren TeamkollegInnen Anna Simkovics, Matthias Gröll und Matthias Reiner auf der Schlusstrecke um einen guten Auftakt in die Wettkampfwoche. Auf der ausschließlich läuferisch und technisch kaum fordernden Strecke durch die Parkwälder erreichte das Team einen soliden 11.Platz.

Am Mittwoch folgte die technisch schwierigste Disziplin, die Mitteldistanz. Zur Herausforderung wurde aber nicht nur die anspruchsvolle Bahnlegung, sondern auch die im laufe der letzten Tage immer größer werdende Hitze. Temperaturen über 30 Grad und sehr trockene Luft mit starker Sonneneinstrahlung verlangte den AthletInnen alles ab. So lagen die Siegerzeiten auch um fünf Minuten über der geplanten Zeit. Anja, die routinierteste Läuferin im jungen österreichischen Team, konnte mit einem sehr guten zwölften Rang aufzeigen. Sie hatte zwar auch mit den harten Bedingungen zu kämpfen, war aber schlussendlich sehr zufrieden mit dem Spitzenergebnis. Anika und Florian zeigten gute Leistungen, allerdings schlichen sich kleine Fehler ein, die ihnen einige Plätze kosteten. Sie landeten schließlich auf den Plätzen 33 und 44 von jeweils hundert gestarteten LäuferInnen. Am 19.7. wurde der Sprint in der Stadt von Seinäjoki durchgeführt. Das Gebiet sowie die Bahnlegung waren um einiges interessanter als zwei Tage zuvor bei der Sprintstaffel, trotzdem galt es vor allem, läuferisch sehr schnell zu sein. Herausragend war an diesem Tag der in Innsbruck lebende Steirer Mathias Gröll, der mit einem sechsten Platz ein Diplom holte und das beste österreichische Ergebnis dieser Studenten-WM erzielte. Sowohl Anika als auch Florian holten Plätze im Mittelfeld, während Anja einen wohlverdienten Pausetag genießen konnte. Schlag auf Schlag ging es am nächsten Tag weiter mit der Langdistanz. Die Temperaturen gingen diesmal schon leicht zurück (26 Grad) und auch die Sonne versteckte sich zum Wohle der AthletInnen hinter hohen Schleierwolken. Die Langdistanz selbst erwies sich als spannend und wunderschön zu laufen. Lange Strecken wechselten mit kurzen ab, fast immer galt es, kaum einen Meter „vom Strich abzuweichen“. Anja, Anika und Florian waren bis kurz vor Schluss sehr zufrieden mit ihren Läufen und konnten ihr Potenzial abrufen. Leider verpatzte ein diffuser Posten, bei dem schätzungsweise ein Drittel aller gestarteten AthletInnen deutliche Fehler machte, die Rennen der NF-Wien-LäuferInnen durch Fehler von mindestens vier Minuten. Trotzdem erreichte Anja den 25.Platz, Anika kam auf Platz 30 und Florian landete schlussendlich auf Platz 45. Mathias Peter vom OLC Graz erreichte bei der Langdistanz das zweite Top Ten Ergebnis der Österreicher dieser Studenten-WM. Am letzten Tag ging es bei der Staffel noch einmal darum, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren. Nachdem Anna Simkovics in der Führungsgruppe an Anika übergab, konnten Anika und Anja auf der zweiten und dritten Strecke für das österreichische Team gute Leistungen zeigen. Die Damenstaffel landete schließlich am ausgezeichneten 9.Rang. Die Herrenstaffel der drei Ma(t)thiasse erreichte den guten 8.Platz.

Wie im Vorhinein zu erwarten war, dominierten die Skandinavier nicht nur die Staffelbewerbe, sondern auch die Einzeldisziplinen. Sowohl Schweden, Norwegen als auch die Heimnation Finnland konnten die meisten der Medaillen erlaufen.

Die Naturfreunde Wien TeilnehmerInnen können auf eine sehr erfolgreiche und wunderschöne Studenten-WM zurückblicken. Lange in Erinnerung bleiben wird ihnen nicht nur die Erfahrung der Läufe, sondern auch die Atmosphäre vor Ort. Zehn Tage Sommertemperaturen, kaum Regen, ein See vor der Haustüre, der mit 26 Grad Wassertemperatur jederzeit zum Baden einlud und die Freundschaften mit LäuferInnen aus anderen Nationen ließen diesen internationalen Wettkampf zu einem ganz Besonderen werden. [Bericht: Florian Kurz].

Fotos [Matthias Gröll]

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