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Die Hlosta-Family hat es vor Jahren vorgemacht, da wollten wir, die Gassners, nicht nachstehen und das heurige OL-freie Wiener Marathon-Wochenende für eine Familienstaffel nützen.

Asphalt statt Waldwege, Menschen-Massen statt Einsamkeit im Wald, „km-Zählen“ statt „Posten Anorientieren“ – das sind nur einige Unterschiede zwischen einem Straßenlauf und einem OL-Wettkampf. Die Sommertemperaturen im Frühling und die oft fehlenden Bäume waren auch ein guter Test für die JWOC in Ungarn.

Die Reihenfolge für das Team KAFEANJA:
Ferri als Routinier (1 x Marathon- und 3 x Halbmarathon-Finisher) am Start mit der 15,5 km-Strecke, dann Katja, die uns zu Liebe die 6 km auf der Straße mitläuft, Jassi auf der 3. undankbaren 9 km-Strecke (wenig anfeuernde  Zuschauer) war zum Glück nach ihrer Bänderverletzung von Eisenstadt wieder halbwegs fit und Anika darf die 11 km-Strecke durch den grünen Prater und entlang der Ringstraße ins Ziel laufen.
Wie bei leistungsorientierten Sportlern typisch stand nicht nur der Spaß im Vordergrund (wie bei den meisten der mehr als 3300 Staffelteams),  sondern auch der Kampf um die Zeit und um die Ehre. Ein möglicher OL-Konkurrent wurde von Anika und Xander gefunden und das vorab errechnete Ergebnis lies eine knappe Entscheidung erwarten:  wer ist nach 42,2 km vorne?  Berger/Kradischnig-Family oder Gassner-Family?

Der Marathon:
Ferri startet schneller als erwartet, läuft mit zwei Startnummern, also Staffel und Halbmarathon (hat dafür eine Zeit unter 90 min im Visier) und übergibt nach weniger als 65 min an Katja, die entsprechend nervös war, weil sie so weit vorne starten muss. Eine Karte mit der Strecke über die Mariahilferstraße und Zweierlinie hilft ihr beim Orientieren und beim Zeitvertreiben. Auch Katja ist schneller als erwartet und so erwischt Ferri nach seinem Halb-Marathon nur ganz knapp die Übergabe von Katja an Jassi bei der Universität. Jassi ist zufrieden, dass ihr Fuß fast nicht mehr weh tut, hat wenig Zuschauer und Stimmung und somit eine eher fade Strecke zu absolvieren, die aber zum Glück auch bergab geht und findet auch ohne Karte zur Übergabe an Anika beim Stadion. Anika läuft ihren ersten Straßenlauf ever, freut sich, dass es im Prater halbwegs kühl ist, sie viele Menschen anfeuern und dass sie dauernd „50jährige Marathon-Männer“ überholen kann (die alle eine Zeit um die 3:00 – 3:30 Stunden anstreben) und dass die von Ferri angekündigte Steigung der Ringstraße zwar spürbar aber nicht so steil wie beim OL ist.

Das Ergebnis:
Wir haben also nicht nur das Ziel beim Burgtheater, sondern auch alle anderen Ziele erreicht:  alle Übergaben ohne Pannen – keine Verletzung und bleibende Schäden – Gesamtzeit 3:14:33 (80 Platz von 3375 Teams gesamt und 16.Platz in der Mixed –Wertung von über 1600 Teams) Berger/Kradischnig-Clan um 72 Sek „abgehängt“ ,  Katja und Ferri laufen den 1. Halbmarathon fast in der exakten Zeit wie Jasmina und Anika den 2.Teil (1:37:02/1:37:31) und Ferri schafft sein Halbmarathon-Ziel in 1:29:22.

Wir freuen uns Family-Finisher zu sein, aber wissen nun auch wieder warum wir alle lieber im Wald bei einem OL laufen.

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